Archiv der Kategorie: Projekte

April – Mai

Samstag, 10. April 2011

Seit Saskia und Sabrina uns verlassen haben, ist das Wetter scheusslich, ständig regnet es und die Strassen sind in schrecklichem Zustand. Die Gruppe Lehrer, die alle zwei Wochen von Quito her nach Simiátug kommen, um Kurse zu geben, sind mit ihrem Bus vom Pass herunter zweieinhalb Stunden unterwegs. Normal braucht man eine gute halbe Stunde.

Eddy fängt nun auch noch an Fahrstunden zu geben. Einer der Arbeiter von Padre Sandro möchte gerne Auto fahren lernen. So kann Padre Sandro mit der Zeit ein bisschen entlastet werden.

Mittwoch, 13. April 2011

Und ich, alle zwei Wochen bin ich wieder am Konfitüre machen, um die leeren Gläser wieder aufzufüllen. Padre Sandro hat heute gesagt, als er mich beim Früchte rüsten sah: „Deine Konfitüre schmeckt uns so gut, heute morgen haben wir wieder zwei Gläser leer gegessen.“Und jedes Mal bedankt er sich.

Natürlich variieren wir mit den Früchten, die Auswahl hier auf dem Markt ist ziemlich gross:

Ananas, Reinclaude gelb und rot, Erdbeeren, Papaya, Guayabana, Babaco, Brombeeren, Mango, Granadilla, Orangen, Naranjilla, Baumtomaten, 4 verschiedene Sorten von Bananen, usw.

Jeden Mittwoch kaufen wir auf den Markt für ungefähr 10 Dollar Früchte und Gemüse ein. Anschliessend schaffen wir es zu zweit knapp, alles nach Hause zu schleppen. Das reicht dann für 6 Personen, eine Woche lang. Jeden Mittag bereiten wir einen frischen Fruchtsaft, eine gute Gemüsesuppe und nach dem Hauptgang ein Früchtedessert.

Samstag, 16.April 2011

Einer der Arbeiter von Padre Sandro lädt uns zum Cuyessen (Meerschweinchen) ein.Mit viel Sorgfalt am Feuer grilliert, schmeckt das ganz gut. Dazu weisser Reis, Salat und Salzkartoffeln.

Dieser Arbeiter lebt mit seiner Frau und mit seinen drei Kindern etwas oberhalb vom Dorf Simiatug. Seine Frau arbeitet im Nähatelier und hilft mir meistens beim schwierigen Einfädeln der Industrie-Nähmaschinen, um Vorhänge zu nähen.

Die Osterwoche ist sehr intensiv und auch sehr unterschiedlich zu unseren Feierlichkeiten. Am Karfreitag gibt es am Nachmittag einen Kreuzweg durchs Dorf, wobei der Priester ein grosses Kreuz trägt.

Abends findet dann eine grosse Prozession durchs ganze Dorf mit Musik und den Heiligen statt, die Jesus bis ans Kreuz begleitet haben und dem Leichnam Jesu, der vorher in einen rundherum mit Kerzen beleuchteten Sarg gelegt wird.

Den ganzen Abend hat es geregnet, während der Messe hört es jedoch auf und so geht’s durch Schlamm und Nässe rund ums Dorf. So sei es meist, lass ich mir sagen. Die Prozession finde fast wie durch ein Wunder, immer statt.

Palmsonntag

erleben wir einen eindrucksvollen Palmsonntag, mit Prozession. Eine Jesusfigur reitet auf einer Eselin durchs Dorf.

Die Osterwoche ist sehr intensiv und auch sehr unterschiedlich zu unseren Feierlichkeiten. Am Karfreitag gibt es am Nachmittag einen Kreuzweg durchs Dorf, wobei der Priester ein grosses Kreuz trägt.

Abends findet dann eine grosse Prozession durchs ganze Dorf mit Musik und den Heiligen statt, die Jesus bis ans Kreuz begleitet haben und dem Leichnam Jesu, der vorher in einen rundherum mit Kerzen beleuchteten Sarg gelegt wird.

Den ganzen Abend hat es geregnet, während der Messe hört es jedoch auf und so geht’s durch Schlamm und Nässe rund ums Dorf. So sei es meist, lass ich mir sagen. Die Prozession finde fast wie durch ein Wunder, immer statt.

Ostersonntag 24.April 2011

Wir laden die Padres, die Schwestern und die Voluntärinnen zu einem Osteressen ein. Bei den Vorbereitungen erwähnt Eddy, dass wir dann noch besseren Wein besorgen sollten. Ich frage, wozu denn? Für’s Fest! Welches Fest? Und merke dann, dass ich ja zugleich auch noch meinen 55. Geburtstag feiern darf.

Es gibt Fondue Chinoise, für die meisten nicht bekannt!

In dieser Woche lerne ich die Frau von Rodrigo, die ein kleines Restaurant besitzt, Konfitüre machen. Dann wird noch ein grosses Zimmer im Pfarrhaus ausgemistet und geputzt. Auch möchte ich noch in zwei, drei Gemeinden fahren, um Kleider zu verteilen.

In den letzten Tage ist es nun viel wärmer geworden, die Strassen sind wieder fast ganz trocken. Die Sonne scheint ziemlich intensiv, weil es jetzt recht viel windet. Schon wird viel Staub aufgewirbelt, da ja die Strassen nicht geteert sind. Im Sommer ist es dann oft sehr trocken und im August und September sehr, sehr windig, manchmal gibt es fast orkanähnliche Stürme, erklärt man uns.

Zum Schluss geht’s noch in die Bäckerei, um endlich mein Rezept für gutes Brot auszuprobieren, das uns nach vielen Versuchen wohl am besten schmeckt. Das Mädchen in der Bäckerei ist hocherfreut über das Resultat aus seinem Backofen und wird nun für die Padres richtiges Brot backen. Auch soll Padre Arnold aus der Schweiz mit diesem Brot überrascht werden.

Mittwoch, 4.Mai 2011

morgens um 4.00 Uhr fährt Eddy mit Padres Sandro, Rodrigo und drei Arbeitern noch einmal nach Crucita ans Meer, 10 Stunden Fahrt. Sie wollen mit Türen und Fenster hinfahren, damit es in der Schreinerei wieder Platz gibt. Padre Sandro hat dort mit dem Bau eines Gruppenhauses angefangen, um ab und zu mit einer Klasse ans Meer zu fahren.

Am Freitag kommen sie wieder zurück, um am Samstag an der Abstimmung teilzunehmen. Wer nicht abstimmt, muss Strafe bezahlen. Auch wird mit dem Ausweis, oder dem Pass meist auch der Abstimmungsausweis verlangt, um die Bürger zu kontrollieren.

Sonntag, 8.Mai 2011

Die Schwestern laden uns zu einem feinen Nachtessen, mit typischen ecuadorianischen Speisen ein, um uns zu verabschieden und uns zu beteuern, dass sie uns sehr vermissen werden.

Montag, 9.Mai 2011

Abschiedsessen mit allen Arbeitern im Hostal, Cuy mit Kartoffeln und feiner Erdnusssauce. Anschliessend Tanz!

Dienstag 10. Mai 2011

Am Morgen herrscht Packstress. Eddy will seine Hemden, Pullover und Jeans an die Arbeiter verteilen, kehrt jedoch zurück, um mich zu holen, weil sie wollen, dass ich das mache, damit es keinen Streit gibt.

Eigentlich haben wir uns schon zweimal von ihnen verabschiedet. Sie warten jedoch am Mittag vor der Schreinerei nochmals auf uns, um sich ein letztes Mal von uns zu verabschieden.

Padre Sandro ist ebenfalls da. Mit Tränen in den Augen gibt er uns den Segen und umarmt uns. Schweren Herzens verlassen wir Simiatug, sind uns doch recht viele Menschen sehr ans Herz gewachsen und ihre Sorgen und Nöte begleiten uns.

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Eingeordnet unter Ausflug, Bildung, Kindergärten, Rundreise, Simiátug, Spenden

Kind wartet auf die Fertigstellung der Duschen

PauseHier in Tallagua werden Duschen für die Kindergärtner und die Schulkinder gebaut. Dieser Junge wartet sehnsüchtig darauf, sich duschen zu können.

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Eingeordnet unter Dusche, Kindergarten, Kindergärten

März – April 2011

Spenden

Samstag, den 5.März 2011

ruft mich Padre Sandro an, um mit ihm Eddy zu besuchen, der eine Stunde von Simiátug entfernt, am Kirchendach arbeitet. Er will mir eine Freude machen und will mir zeigen, was Eddy so macht. So fahren wir nach Talagua, überraschen die Arbeiter und organisieren auch ihr Mittagessen. Dann fahren wir zurück, ich bereite das Mittagessen. Am Nachmittag geht’s nach Quialo, wo dann auch Eddy zu uns stossen soll, um an einer Hochzeit teilzunehmen.

Alles ist ganz einfach, nur das Brautpaar ist ein bisschen hübscher angezogen. Als wir mit dem Fotoaparat auftauchen und fragen, ob wir ein paar Fotos machen dürfen, sind sie sehr erfreut. Die Grossmuttter bittet jedoch um einen kleinen Moment, weil sie sich zuerst kämmen möchte. Dem Brautpaar wird während der Trauung ein schöner Umhang umgelegt, und zu guter Letzt wird dann noch ihr 1-2 jähriges Kind getauft. Die Braut ist 19 Jahre alt. Danach gehts dann nach Hause, gefestet wird glaub‘ ich nicht gross. Wenn die Padres ausrücken um eine Hochzeitsmesse zu halten, wird meist auch noch getauft, manchmal auch zwei Kinder dieser Paare und meist ist das Brautpaar unter 20 Jahren.

Hochzeit

Padre Sandro ist sehr glücklich, Eddy um sich zu haben. Wenn wir irgendwo unterwegs sind, lässt er immer Eddy fahren, klopft ihm auf den Arm und ist glücklich über seine Hilfe. Eddy kann ihm sehr viel Arbeit abnehmen und immer wieder erzählt er mir dann voll Freude, was Eddy heute wieder alles macht. Er ist wirklich sehr froh um unsere Hilfe und bedankt sich immer wieder.

Eddy ist viel unterwegs, mit den Arbeitern, mit Material und mit Rodrigo, um einzukaufen, oder auch mal mit Cornelia um grössere Besorgungen zu machen. An solchen Tagen merke ich dann, dass Padre Sandro dann zu streng hat, weil Eddy nicht da ist.

Mittwoch 16. März 2011

Sabrina, Saskia und Padre Sandro

Padre Sandro und Cornelia haben Geburtstag. Padre Sandro wird 73 Jahre alt und Cornelia aus Luzern, die schon 25 Jahre hier lebt wird 57 Jahre alt. Wir schenken Padre Sandro einen Gas-Kochherd mit Backofen, da er nur ein Rechaud mit vier Platten hat und das auch schon halb zerfällt. Für sich selber schaut er viel zu wenig, Hauptsache er kann den Kindern helfen. Am ersten Samstag, nachdem der Ofen installiert ist, will ich den Backofen ausprobieren und backe einen wirklich schönen Zopf. Padre Sandro freut sich wie ein kleines Kind und kann es kaum erwarten ihn anzuschneiden. Am Sonntag Morgen dann nach der Messe lädt er uns zu einem Kaffee ein, um uns auch noch ein wenig Zopf zu offerieren.

Was uns hier am meisten fehlt, ist unser gutes knuspriges Brot, manchmal ist unser Appetit am Morgen nicht sehr gross. Deshalb backe ich nun oft selber Brot, aber das Mehl ist auch anders als zu Hause, also keine leichte Aufgabe!

Donnerstag, 24. März 2011

Schon seit einigen Tagen freuen wir uns auf den Besuch unserer älteren Tochter Saskia und ihrer Freundin Sabrina. So fahren wir am Donnerstag Nachmittag nach Quito um die beiden um Mitternacht am Flughafen abzuholen. Wir verbringen zwei schöne Tage in Quito, fahren dann am Sonntag zum Kratersee von Quilotoa und gegen Abend nach Simiatug.

Am Montag begleiten die beiden zuerst mich in die Schule, um meine Klasse kennen zu lernen, dann treffen sie Eddy und machen mit ihm einen Materialtransport nach Talagua und Tahuato, wo an Kindergärten gebaut wird. Am Nachmittag versuchen die beiden ein Teleskop zusammen zu stellen, das Padre Sandro geschenkt bekam. Noch am gleichen Abend geht es auf Sternjagd und Padre Sandro ist hocherfreut über die Hilfe der beiden. Leider müssen wir dann feststellen, dass das grosse Gerät gar nicht so viel wert ist und ausser dem Mond nicht viel erkennen kann.

Santo Domingo - Kleider für die Schulkinder

Am Dienstag fangen Saskia und Sabrina schon an mit Kleider sortieren. Der Pater hat ein Zimmer voll von Trainern, die er von Schwestern in Quito nähen liess. Die beiden machen alles bereit, damit wir am andern Tag in die Gemeinden fahren können. Jeden Tag besuchen wir nun mindestens zwei Schulen mit etwa hundert Schülern und verteilen Trainingsanzüge.

Die ganz Kleinen bekommen Sachen, die Saskia und Sabrina aus der Schweiz mitgebracht haben, wie zum Beispiel: Unterwäsche, Strümpfe, T-Shirts, Strumpfhosen usw. Das sind recht anstrengende Tage, jedoch macht die Freude in den Augen der Kinder alles wett und unsere beiden Besucher sind ebenfalls glücklich um diese Erfahrung.

Ende der Woche, am Samstag, 5. April 2011

verabschieden sich die beiden von Padre Sandro und Padre Jose-Louis. Sie werden ganz herzlich umarmt und mit Gottes Segen und Tränen in den Augen entlassen.

Artesania für den Verkauf in der Schweiz

Wir fahren nun nach Baños und geniessen dort die Vulkanquellen mit ca. 50 Grad Wärme. Auch lassen wir drei Frauen uns für je 3.50 $ die Haare waschen und schneiden. Am Montag geht’s dann auf in den Urwald, nach Tena. Die Temperaturunterschiede sind unglaublich, von 10 Grad bis auf 30 Grad. Am Dienstag Abend erreichen wir Quito, um am Mittwoch noch Zeit zu haben für den grossen Indigenas-Markt.

Am Donnerstag Nachmittag verlassen uns die beiden, wir begleiten sie auf den Flughafen.

und müssen dann schauen, dass wir auf schnellstem Weg die Stadt verlassen können, ab 16.00 Uhr dürfen wir nämlich nicht mehr fahren, da am Donnerstag alle Autos mit Endzahl 7 und 8 morgens und abends nicht gebraucht werden dürfen, um den Verkehr zu entlasten. Montag 1 und 2, Dienstag 3 und 4, Mittwoch 5 und 6, Freitag 9 und 0.

Auf dem Heimweg reden wir nicht viel, das Heimweh nimmt uns doch ein wenig mit und auch die Sorge, dass die beiden gut nach Hause kommen. Auf 4000 m Höhe auf dem Pass nach Simiatug schrecken wir jedoch auf, welch überwältigendes Bild, wir sehen über die Berge von Simiátag hinaus in die Ebene und können mehrere Städte (in der Costa) erkennen, alles ist ganz offen und sternenklar. Fast haben wir das Gefühl auf dem falschen Weg zu sein, zum ersten Mal sehen wir diese Gegend ohne Nebel. Leider wollte unser Fotoapparat das nicht festhalten.

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mehr als nur der Februar

Es ist an der Zeit mal wieder ein paar Zeilen zu schreiben. Unser letzter Bericht ist schon ziemlich lange her. Zum einen sind wir sehr beschäftigt, unser Tag beginnt meistens um halb sieben. Arbeit hat es weiss Gott genug und die Zeit eilt nur so dahin. Zum andern war es mir in letzter Zeit zu kalt, lange am Computer zu sitzen. Eddy ist oft unterwegs und kommt manchmal erst spät abends nach Hause. Er fährt mit Material in die verschiedenen Dörfchen, die einen neuen Kindergarten bekommen oder in die Städte um Material zu besorgen, was hier nicht so einfach ist. Manchmal braucht man Tage um eine bestimmte Sache aufzustöbern, auch die Leute von hier.

Zudem habe ich noch eine neue Aufgabe bekommen, der Voluntär, der im Pfarrhaus war und beim Unterrichten half, musste leider nach Hause, weil seine Eltern erkrankt waren. So hat der Padre kurzerhand mir das Religionsbüchlein in die Finger gedrückt. Den Sonntag Nachmittag verbringe ich nun meistens mit Vorbereiten, was fürs Spanisch lernen von Vorteil ist. Ich war recht erstaunt, wie wenig von den Kinder zu erwarten ist mit meiner Unterrichtsweise, aber inzwischen geht es schon ein bisschen besser. Ich versuche die Stunden möglichst abwechslungsreich zu gestalten, der Lehrer setzt sich jeweils auch in den Kreis zu den Kindern und macht mit und wenn ich mal ein Wort nicht finde, hilft er mir.
Das Niveau in den Schulen ist nicht so hoch und besteht wahrscheinlich vor allem aus Frontalunterricht, es fehlt einfach auch an Material.

Dann war ich auch noch ziemlich krank, so dass wir nach Quito zum Arzt fuhren. Der hat dann eine Nierenbeckenentzündung auf der rechten Seite diagnostiziert. So habe ich dann 10 Tage in Quito verbracht, wo es ein bisschen wärmer war. Hier in Simiatug war jetzt im Februar wirklich scheussliches Wetter mit viel Regen und Kälte. Es ist aber unglaublich, wie die Sonne auch hier zu wärmen vermag. Die schlammigen Strassen sind innert einem halben Tag trocken, wenn die Sonne scheint. Scheint die Sonne aber wochenlang gar nicht, hat es viele kleine Seen und viel Schlamm und man schwimmt fast in den Strassen und die sind ja dann von 3000 auf 4000 Höhenmetern nicht gerade topfeben. Und die Häuser sind dann einfach auch noch kälter, als sie es nachts ohnehin schon sind, in dieser kalten Zeit eher unter 10 Grad.

Eddy und Rodrigo hatten in dieser nassen Zeit Glück beim Liefern von Material, sie kamen an einen Erdrutsch von 30m Breite und 3-4m Höhe, der sich noch leicht bewegte. Das war in der gleichen Strasse, wo der Chauffeur vom Camion so seine Probleme hatte. Wie ihr seht, leben wir hier nicht ganz ungefährlich. Da kann man dann sagen, „La ga, wie Gott will!

Die letzte Woche vom 20. bis zum 26. Februar durften wir die Salesianer- Padres nach Crucita ans Meer begleiten (10h Fahrzeit). Die haben dort ein grosses Haus, das für Exerzitien dient. Crucita ist ein Fischerdorf in der Nähe von Manta mit 7000-8000 Einwohnern und mit wenig Tourismus. Wir waren ganz nahe am Meer und konnten den Fischern zusehen und das Meer geniessen und dreimal am Tag frischen Fisch geniessen, zum Frühstück, zum Mittag und am Abend. Die Bucht ist wunderschön und wir konnten die Gezeiten beobachten und in die meterhohen Wellen springen, das Wasser ist auch morgens um 6 Uhr richtig warm. Das war so richtig zum Erholen! Genau in dieser Woche hat das Wetter hier in Simiatug umgeschlagen und die Sonne hat die Strassen getrocknet, was zur Folge hat, dass es jetzt wieder mehr Schlaglöcher hat. Wir sind froh, dass es hier wieder ein bisschen mehr Sonne hat.

Nun noch zu den Kindergärten: Für einen ist noch kein Geld vorhanden und wir haben uns gedacht, dass unsere Familien und unsere Freunde doch sicher ein paar Franken locker machen könnten. Die Kosten werden so an die 5000-6000 Franken betragen. Eddy hat bereits ein Konto eröffnet, da unsere Töchter auch schon am Sammeln sind. Was fehlt würden wir dann ergänzen. Wir bedanken uns jetzt schon ganz herzlich für eure Grosszügigkeit und grüssen alle von Herzen.

Es hat übrigens einen neuen Button links (Spenden)

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Eingeordnet unter Ausflug, Bildung, Kindergarten

Parque nacional Cajas

AE – Um 8 Uhr (ecuadorianische Zeit) fahren wir in Richtung Guayaquil zum herrlichen Nationalpark Cajas, der für sein feuchtes und hügeliges Bergland berühmt ist.

Zuerst besuchen wir die sog. Cajas bajas (tiefergelegenen). Wir wandern um einen See (laguna Llaviucu; ca. 1 Std 30) und beobachten diverse Vogelarten. Die beste Zeit für die Vogelbeobachtung wäre aber im Morgengrauen. Da sehen wir ebenfalls wild lebend Alpacas und Lamas.

Danach fahren Sie zum höchsten Punkt des Cajas Nationalparks. Neben unzähligen kleinen Teichen und Sümpfen gibt es in dem Naturschutzgebiet insgesamt mehr als 230 Seen, die eine Größe von mindestens 10 Hektar besitzen und durch kleine Fluss- Systeme miteinander verbunden sind.

In dieser schönen Umgebung unternehmen wir mit unserem Guide eine kleine Wanderung (ca. 2 Std) um die  Laguna Toreadora, bei der wir die zahlreichen Vogelarten beobachten und die Atmosphäre eines typischen Andenwaldes erleben.  und wandern unter anderem durch einen zauberhaften Polylepis-Wald. Auf dem Weg können wir diverse Pflanzen, die nur in diesem Park vorkommen, entdecken und bestaunen.

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Eingeordnet unter Berieselung, Rundreise, Trinkwasser

Quito

 

Renovation

Renovation - was würde die SUVA dazu sagen??

AE – Mittwoch bis Samstag verbringen wir ebenfalls in Quito. Am Mittwoch verabschieden wir uns am Mittag noch von Padre Arnold – er fliegt in die Schweiz zurück.

 

Wir besuchen einige Sehenswürdigkeiten und interessante Orte. So fahren wir hinauf zum „Cima de la Libertad“ (3100 m). Die Stadt reicht bis hier oben – man hat eine herrliche Übersicht über Quito. Leider ist die Fernsicht nicht so gut, wie ganz allgemein in diesen Tagen, obwohl es fast jeden Tag am Abend regnet. Die Luft ist sofort wieder voll Smog, was nicht verwundert, wenn man sieht was vor allem bei den Bussen hinten herauskommt. Wir besuchen den „Parque Itchimbía“. Hier gehen vor allem am Wochenende viele Familien hin zum Picknick. Es hat auch verschiedene Sportmöglichkeiten. Auch von diesem Park hat man eine schöne Sicht auf die Stadt – 360°.

 

Plaza grande

der schöne Platz neben dem Regierungsgebäude

Ein schönes Erlebnis ist der Besuch in der „Basilica del Voto Nacional“. Die Basilika ist nicht in einem guten Zustand, so fehlen verschiedene Statuen und Altäre. Aussen sind im kleinen Stil Renovationsarbeiten im Gang. Wir steigen auf die „Torres“ (Türme) hinauf – bis über die Uhr. In einem der Türme bekommen wir den besten Kaffee von Quito. Es hat eine grosse Auswahl an Kaffee. Wir sind begeistert.

 

Selbstverständlich besuchen wir auch die bekannteren Parks, wie „Alameda“ und „Ejido“. Neben dem Alameda essen wir ein richtig gutes „Poulet-Tschagi“ mit Pommes und Salat.

 

Cima de libertad

am obern Ende der Stadt - Cima de libertad - 3100 m

Nicht fehlen darf der Besuch in einem „SuperMaxi“ – ein grosses Einkaufszentrum für Reichere. Hier ist alles wie bei unseren Einkaufszentren. Dort hat es ein Raclette-Restaurant. Da mein Magen wieder 100% i.O. ist, muss ich natürlich testen. Ich muss sagen, das ich ziemlich überrascht war vom Raclette – besonders von den Beilagen. Der Wein war leider aus Chile. Der Kellner will dann auch wissen, ob wir Schweizer mit diesem Raclette zufrieden waren, was wir bestätigen können. Ich habe ihn aus Spass darauf hingewiesen, dass es nätürlich noch besser wäre, Schweizer Weine dazu zu servieren. Der Chardonnay aus Chile war aber auch recht gut.

 

 

Basilica del Voto nacional

Sicht auf die Basilica del Voto nacional

Einmal mussten wir am Abend miterleben wie es im Mariscal wirklich zu und her geht – umsomehr, als wir ja fast mitten drinn wohnen. Das Restaurant, in dem wir essen, ist sehr gut in Qualität, aber auch sehr hoch im Preis – typische Touristenpreise. Leider ist auch während dem Essen ständig laute Musik. Auf dem Weg zurück ins Hotel hören wir aus den vielen Bars die Musik, die wir sicher nicht lange ertragen hätten. Also gingen wir auch in keine hinein.

 

Heute nun fliegen wir mit TAME von Quito nach Cuenca. Dort werden wir während zwei Wochen versuchen unser Spanisch zu verbessern. Momentan wäre das Flugwetter gut – aber das ändert schnell in Ecuador.

Ein paar Bilder werden noch folgen – schau mal wieder vorbei

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Eingeordnet unter Bildung, Rundreise

Bolívar – Illahua

Tungurahua

der Tungurahua speiht Asche - wir sind nicht weit weg

AE – Für einmal sind wir zu früh am ersten Bestimmungsort (Bolivar – 2700 m). Während dem Warten hören wir das Donnern und Rumoren des Tungurahua. Er ist ziemlich aktiv und speit Asche. Die Einweihung des Hauses für Frauen wird durch einige Showeinlagen aufgelockert.

Am Nachmittag fahren wir nach Illahua (3400 m). Es ist die bisher ärmste Gemeinschaft, die wir besuchen. Einige Personen erscheinen barfuss zur Versammlung. Da kein Gemeindelokal vorhanden ist, treffen sich die Leute in der Kirche. Diese scheint auch nicht allzu oft benutzt geworden zu sein in letzter Zeit. Der Staub auf den Bänken ist ziemlich dick. Anschliessend an die Versammlung fahren wir auf die Felder, wo die Frauen ihre Schafe auf der Weide haben. Während der Nacht sind diese beim Haus in einer Holzbaracke mit Rostboden.

Landwirtschaft

kleine Gärten und Wiesen - alles wird von Hand bearbeitet

Auf der Rückfahrt kehren wir in Quizapincha in ein Geschäft ein. Pater Arnold wollte sich ein paar preiswerte Schuhe kaufen. Er kaufte nichts, dafür ich ein paar Schuhe für 35 Dollar und Vreny eine Lederjacke für 50 Dollar. Quizapincha ist bekannt für Lederverarbeitung verschiedenster Art.

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