Monatsarchiv: Dezember 2010

Cuenca – Simiátug

AE – Am Donnerstag vormittag haben wir die letzten Spanischlektionen. Wobei Vreny meiner Professorin ausrichten soll, dass ich ca. 20 – 30 Minuten später komme. Ich muss noch die Zahlung und die  Schriften für das Auto, das wir gekauft haben, in Ordnung bringen.

Natürlich habe ich wieder mal nicht mit der ecuadorianischen Zeit und Organisation der Abläufe gerechnet. Zuerst zur Bank, dann zu einer andern Bank, dann zu einem Notariat, dann wieder zur Bank. Dazwischen schauen wir noch kurz in die Kathedrale – weil wir noch warten müssen. Schliesslich fahren wir zum Autoverkäufer heim und ich mache die Zahlung des Autos wie von zu Hause aus – über meine Bank.

Um 11.45 Uhr (statt 09.00) bin ich dann in der Schule. Wir arbeiten noch bis ca. 12.00 und dann verabschiede ich mich von meiner Professorin. Vreny braucht sich noch nicht zu verabschieden, da ihre Professorin mit uns nach Baños reist.

Um 12.30 Uhr hole ich das Auto ab, d.h. ich gehe zum Verkäufer. Natürlich bin ich nicht in 30 Minuten zurück, sondern erst um 13.45 Uhr. Dann spiele ich etwas mit meinem Autoschlüssel und die Alarmanlage geht los. Ich kann sie aber nicht wieder abstellen. Wir rufen den Verkäufer an und können es so schaffen, diese auszuschalten. Der Verkäufer kommt aber trotzdem zu uns und will uns instruieren, wie die Alarmanlage bzw. der Autoschlüssel funktioniert. Leider schafft er das erst nach einigen Telefonaten.

Abreise statt 13.00 Uhr leider erst um 15.00 Uhr.

Bei schönem Wetter hat man für Cuenca – Baños gute 4 Stunden. Wir haben aber 7 1/4. Während der Reise wechselt es ständig zwischen Nebel (Tempo 40) – starkem Regen, und ab und zu einigermassen gute Sicht. Immer wieder hat es kleine Erdrutsche und Steine in der Strasse, wann die weggeräumt werden, ist ungewiss! Durch welche Landschaft wir gefahren sind, werden wir dann bei schönen Wetter wieder mal schauen gehen (welches Deutsch 🙂 !).

Wir können bei der Professorin von Vreny bzw. deren Eltern in Baños schlafen und frühstücken. Das Auto stellen wir in die Garage von der Schwester der Professorin, die in Baños auch eine Sprachschule betreibt. Wir schlafen sehr gut, bis wir  um 02.00 geweckt werden. Die Alarmanlage des Autos sei losgegangen und ich muss hingehen und diese deaktivieren. Wir laufen also ca. 10 Minuten mit den letzten Gästen aus diversen Baren zur Schwester und stellen die Alarmanlage aus.

Am Freitag nach dem Frühstück fahren wir um 10.00 Uhr von Baños Richtung Simiátug, welches wir auch ohne Probleme um 14.00 erreichen (fast genau nach Fahrplan – nur die letzen 3 – 4 km etwas Nebel. Aber auf einer so schlechten Strasse, wo man auch ohne Nebel nur zwischen 20 und 30 km/h fahren kann.

Simiátug ist zeitweise ganz im Nebel und Christbäume gibt es weit und breit keine.

Noch was zur Weihnachtsstimmung:

In Cuenca essen wir Kirschen, die man auf den Strassen verkauft – in der Sonne ist es zwischen 20 und 25 Grad warm. In Simiátug ist es aber eher frisch und düster. Wir gehen zur Mitternachtsmesse um 22.00 Uhr – die Messe ist recht gut besucht – aber es gibt keine Weihnachtslieder und schon gar kein „Stille Nacht“.

Heute Samstag gehen wir um 11.00 Uhr ebenfalls zur Messe. Die Kirche ist so voll, dass sogar viele stehen müssen. Am Gesang beteiligen sich so ungefähr gleichviel wie in Grengiols in einer Werktagsmesse. Zudem hat es einige Besoffene, die sich zwar ruhig verhalten, für die Komunion aber zu Seite geschafft werden müssen.

Am Nachmittag mache ich mich erstmals nützlich. Ich fahre mit dem Salesianer Pater nach Salinas Leute holen. Er fährt den Weg hin und ich den Weg zurück – mit 11 Leuten im alten Ambulanz-Jeep.

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Parque nacional Cajas

AE – Um 8 Uhr (ecuadorianische Zeit) fahren wir in Richtung Guayaquil zum herrlichen Nationalpark Cajas, der für sein feuchtes und hügeliges Bergland berühmt ist.

Zuerst besuchen wir die sog. Cajas bajas (tiefergelegenen). Wir wandern um einen See (laguna Llaviucu; ca. 1 Std 30) und beobachten diverse Vogelarten. Die beste Zeit für die Vogelbeobachtung wäre aber im Morgengrauen. Da sehen wir ebenfalls wild lebend Alpacas und Lamas.

Danach fahren Sie zum höchsten Punkt des Cajas Nationalparks. Neben unzähligen kleinen Teichen und Sümpfen gibt es in dem Naturschutzgebiet insgesamt mehr als 230 Seen, die eine Größe von mindestens 10 Hektar besitzen und durch kleine Fluss- Systeme miteinander verbunden sind.

In dieser schönen Umgebung unternehmen wir mit unserem Guide eine kleine Wanderung (ca. 2 Std) um die  Laguna Toreadora, bei der wir die zahlreichen Vogelarten beobachten und die Atmosphäre eines typischen Andenwaldes erleben.  und wandern unter anderem durch einen zauberhaften Polylepis-Wald. Auf dem Weg können wir diverse Pflanzen, die nur in diesem Park vorkommen, entdecken und bestaunen.

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Cuenca – Spanischkurs

AE – Nun sind wir eine Woche hier in Cuenca. Seit Montag besuchen wir einen Spanischkurs; 1 to 1: Vreny hat eine Professorin und ich habe auch eine. Jeden Tag 4 Stunden: von 09.00 bis 13.00 Uhr. Am Nachmittag machen wir fleissig die Hausaufgaben und büffeln Vocabulario.

Wenn es geht, gehen wir einmal pro Tag ins Internet – geht aber nicht immer, da wir noch andere ‚Verpflichtungen‘ haben: Einkaufen, Stadtbesichtigungen, Umgebung von Cuenca kennen lernen.

Am Freitag haben wir in einem Bus eine Stadtrundfahrt gemacht. Man hat alles sehr gut erklärt – das Problem ist einzig der Speicher. Das meiste ist im RAM statt im Langzeitspeicher.

Man merkt in Cuenca rasch, dass es Tourismus hat. Die Stadt ist viel sauberer, als alles was wir bisher gesehen haben. Die Menüs sind mehr an die Touristen angepasst – ohne wesentlich teurer zu sein. Zwischen 3 und 7 Dollar kann man problemlos essen – inkl. Getränke, wenn’s nicht Wein ist – der ist relativ teuer. Ein halber Liter Wein kostet ca. 12 Dollar.

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Quito

 

Renovation

Renovation - was würde die SUVA dazu sagen??

AE – Mittwoch bis Samstag verbringen wir ebenfalls in Quito. Am Mittwoch verabschieden wir uns am Mittag noch von Padre Arnold – er fliegt in die Schweiz zurück.

 

Wir besuchen einige Sehenswürdigkeiten und interessante Orte. So fahren wir hinauf zum „Cima de la Libertad“ (3100 m). Die Stadt reicht bis hier oben – man hat eine herrliche Übersicht über Quito. Leider ist die Fernsicht nicht so gut, wie ganz allgemein in diesen Tagen, obwohl es fast jeden Tag am Abend regnet. Die Luft ist sofort wieder voll Smog, was nicht verwundert, wenn man sieht was vor allem bei den Bussen hinten herauskommt. Wir besuchen den „Parque Itchimbía“. Hier gehen vor allem am Wochenende viele Familien hin zum Picknick. Es hat auch verschiedene Sportmöglichkeiten. Auch von diesem Park hat man eine schöne Sicht auf die Stadt – 360°.

 

Plaza grande

der schöne Platz neben dem Regierungsgebäude

Ein schönes Erlebnis ist der Besuch in der „Basilica del Voto Nacional“. Die Basilika ist nicht in einem guten Zustand, so fehlen verschiedene Statuen und Altäre. Aussen sind im kleinen Stil Renovationsarbeiten im Gang. Wir steigen auf die „Torres“ (Türme) hinauf – bis über die Uhr. In einem der Türme bekommen wir den besten Kaffee von Quito. Es hat eine grosse Auswahl an Kaffee. Wir sind begeistert.

 

Selbstverständlich besuchen wir auch die bekannteren Parks, wie „Alameda“ und „Ejido“. Neben dem Alameda essen wir ein richtig gutes „Poulet-Tschagi“ mit Pommes und Salat.

 

Cima de libertad

am obern Ende der Stadt - Cima de libertad - 3100 m

Nicht fehlen darf der Besuch in einem „SuperMaxi“ – ein grosses Einkaufszentrum für Reichere. Hier ist alles wie bei unseren Einkaufszentren. Dort hat es ein Raclette-Restaurant. Da mein Magen wieder 100% i.O. ist, muss ich natürlich testen. Ich muss sagen, das ich ziemlich überrascht war vom Raclette – besonders von den Beilagen. Der Wein war leider aus Chile. Der Kellner will dann auch wissen, ob wir Schweizer mit diesem Raclette zufrieden waren, was wir bestätigen können. Ich habe ihn aus Spass darauf hingewiesen, dass es nätürlich noch besser wäre, Schweizer Weine dazu zu servieren. Der Chardonnay aus Chile war aber auch recht gut.

 

 

Basilica del Voto nacional

Sicht auf die Basilica del Voto nacional

Einmal mussten wir am Abend miterleben wie es im Mariscal wirklich zu und her geht – umsomehr, als wir ja fast mitten drinn wohnen. Das Restaurant, in dem wir essen, ist sehr gut in Qualität, aber auch sehr hoch im Preis – typische Touristenpreise. Leider ist auch während dem Essen ständig laute Musik. Auf dem Weg zurück ins Hotel hören wir aus den vielen Bars die Musik, die wir sicher nicht lange ertragen hätten. Also gingen wir auch in keine hinein.

 

Heute nun fliegen wir mit TAME von Quito nach Cuenca. Dort werden wir während zwei Wochen versuchen unser Spanisch zu verbessern. Momentan wäre das Flugwetter gut – aber das ändert schnell in Ecuador.

Ein paar Bilder werden noch folgen – schau mal wieder vorbei

Ein Kommentar

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Quito

Quito

typisch für die Bauweise an den Hängen von Quito

AE – Am Montag nach einer Sitzung mit dem FEPP steigen wir wieder ins Auto und fahren Richtung Quito. Hier beziehen wir ein anderes Hotel, als bei Reiseantritt, weil das andere renoviert wird. Es gehört aber den gleichen Besitzern und ist eher besser und mehr im Zentrum gelegen.

Heute Dienstag gehen wir bei drei verschiedenen Ämtern vorbei für das Visum. Nach längerem Warten und vervollständigen der Unterlagen, sagt man uns, dass wir am Freitag wieder vorbei kommen können und das Visum abholen.

Mein Gedärm ist seit gestern Mittag nicht bestens. Ich hab keinen Appetit gehabt – jetzt regelt sich das Ganze wieder ein.

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Wochenende 4. – 5. Dezember

AE – Wohnortswechsel (?)

Simiatug

ein Blick zurück nach Simiátug wo wir später "wirken" werden

Wir werden um 11.00 Uhr abgeholt und fahren via Ambato nach Latacunga. Der höchste Punkt liegt bei ca. 4250 m (Luma de Punebata). Eine wunderschöne Landschaft. Es geht ca. 15 km auf einer Naturstrasse Richtung Pass – talabwärts fahren wir ca. 10 km über Kopfsteinpflaster. Es holpert zwar, aber es gibt wenig grössere Schläge. Nach ca. 25 km kommen wir auf die Strasse, auf der wir nach Guranada gefahren sind – geteert und relativ gut.

In der Nähe von Salcedo (2800 m) bewundern wird ie „Laguna de Yambo“. Gemäss Aussagen des Chaufeurs soll sie 1500 m tief sein – Gemäss Internet sind es aber auf einer Seite 29 m und auf der andern 150 m . Ich denke wir haben falsch verstanden und 150 m ist richtig.

Chimborazo

Chimborazo - diesmal von der andern Seite

Am Sonntag fährt uns der gleiche Chaufeur wie am Samstag in der Gegend von Latacunga umher. Zuerst wollen wir eine Farm mit Straussen besuchen – in der Nähe von Salcedo. Leider finden wir die Tiere nicht – wahrscheinlich existiert sie nicht mehr, obwohl Reklametafeln an der Abzweigung auf der Hauptstrasse noch darauf hinweisen. Anschliessend fahren wir in das Dorf, wo der Chaffeur lebt: Pujili (2900 m). Er zeigt uns einige interessante kulturelle Sachen. So besuchen wir auch „El niño de Isinche“ (das Kind von Isinche – Jesus von Isinche). Hier ist das Coca etwas billiger als in Lourdes – wir bezahlen 4 kleine Cocas in der Flasche 1.6 Dollar.  In Pujili, das ca. 8000 Einwohner hat, gibt es auf den Kreuzungen (im Kreisel) sog. Personajes (personaje central de la celebración de Corpus Cristo.

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Padrehuasi

Holztransport

Holztransport

AE – Ein Ausflug von 3200 m (Simiátug) in das subtrobische Padrehuasi (2700 m). Wir haben Glück mit dem Wetter. Wenn es stark regnet, ist die Strasse unpassierbar. So könnte es auch sein, dass man unten bleiben müsste, wenn man nicht rechtzeitig aufbricht. Die Strecke ist 32 km lang und führt mehrheitlich abwärts – logisch. Wir fahren aber mindestens in 5 Täler hinein (hinab) und auf der andern Seite wieder etwas noch oben.

Landschaft

wunderschöne Gebirgslandschaft auf der Fahrt nach Padrehuasi

Unsere Forststrassen sind Autobahnen im Vergleich zu dem was wir hier antreffen.

Zuerst machen wir mal wieder Fotos ohne Speicherkarte – merken aber noch einigermassen rechtzeitig, das was nicht stimmt. Die Aufregung ist aber ecuadorianisch – also halb so schlimm. Wir müssen ca. 2 Stunden warten, bis es richtig los geht.

Aber nachher wird fast umso länger geredet.

Strasse

leider sieht man die Unebenheiten nicht auf dem Bild

Anschliessend bekommen wir wieder ein Mittagessen – mal nicht Meerschweinchen (GUY) sondern Fisch. Anschliessend fahren wir heim(?) in die Kälte (Simiátug, 3200 m).

Holztransport mit Pferd

Holztransport mit Pferd

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